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Dynamische Seelen-Aufstellung®

In der Architektur der Seele finden wir viele Teile, die im Leben des Menschen eine Rolle spielen.

Je nach Lebenssituation sind unterschiedliche Teile aktiv. Beispielsweise sind in der Arbeitswelt der Verstand mit seinem beruflichen Know-How, dem Denken und der Analytik (…) im Vordergrund, das innere Kind und das Herz meist eher im Hintergrund.


Bei einer Liebeserklärung wird das Herz, das Selbstvertrauen und die Weiblichkeit (Männlichkeit) angesprochen, der Verstand wird eher im Hintergrund sein.


Der Mensch fühlt sich souverän, wenn die in der Lebenssituation angesprochenen seelischen Teile angebunden und aktiv sind. Und er fühlt sich blockiert und/oder überfordert, wenn die entsprechenden Teile dissoziiert oder passiv sind. Die Gründe hierfür lassen sich in der Charakterisierung finden.

Die Teile des Menschen in der Abspaltung


Zu Beginn des Lebens sind alle seelischen Teile vorhanden,

der Mensch lebt seelisch und drückt sein Befinden emotional unmittelbar aus.


Durch die (früh- bis kindliche) Prägung entstehen Verluste

von Verbindungen zu inneren Resourcen und Potentialen.


Hierdurch wechselt der Mensch vom Zustand des Lebens (mit allen notwenigen Potentialen) in einen Überlebensmodus unter Nutzung der verbleibenden seelischen Teile.


Es steht die Seele nicht mehr im Mittelpunkt, sondern ein Anteil, der das Überleben sicher stellt, z.B. der Verstand oder die Angst (…).

Wir nennen ihn Profiteur.


In der Architektur der Seele entsteht so eine neue Statik, die eine neue Stabilität ermöglicht. Allerdings kostet sie Lebensqualität und Vielfalt.


Und die neue Statik ist nie so integer wie die der ursprünglichen Architektur. Der Mensch hat seine Mitte verloren und generiert aus dem, was überlebte, aus Konsum, Vermeidung, Verdrängung und Flucht eine neue Mitte – in gewisser Weise…


Ein erfülltes Leben ist so natürlich nicht möglich, denn es fehlen die dafür nötigen Anteile.

Es ist ein Überleben.

Seelische Symptomsprache


Die Seele symptomatisiert ihren (unnatürlichen) Zustand in das Leben hinein. Die Folgen sind vorerst geistiger Natur (z.B. Angststörungen, Depression, Minderwertigkeitsgefühle…).


In zunehmenden Alter treten auch körperliche Symptome auf. Auffällig ist hier die analoge Symptomsprache der Seele: Fehlt eine natürliche Verbindung zu den inneren Gefühlswelten lautet das Symptom z.B. Herzrhythmusstörung – bis zum Herzinfarkt. Dies ist nicht ein kausales(!), sondern ein analoges Symptom.

Profiteure und Defizitäre


Im Überlebensmodus finden wir in der seelischen Architektur die Profiteure als Seelenanteile, die das Überleben sichern. Sie stehen dann im Leben im Vordergrund, auf sie ist Verlass – und sie werden gerne gelebt, da sie Bestätigung generieren. Andere Teile sind defizitär. Sie spielen keine große Rolle, und wenn sie angesprochen werden, machen sie meistens „Kummer“ – man fühlt sich unterlegen, überfordert, oder merkt, dass man in bestimmten Lebensbereichen nicht wirklich leben kann.


Defizitäre stellen Profiteuren ihre Kraft zur Verfügung. Sie geben auch den Raum für die Präsenz der Profiteure.


In einer großen Seelenaufstellung wird der Mensch immer mit dem Überlebensmodus kommen. Dies bedeutet, dass er in dieser (neuen) Situation „Überlebenstricks aktiviert“. Diese helfen aber hier nicht weiter. Schließlich geht es in den dynamischen Seelen-Aufstellungen darum, in das Leben aus der seelischen Fülle zu kommen.


Es entstehen auch oft Gefühle von Überforderung im Kontakt mit den defizitären Anteilen.

Aber dennoch ist diese Arbeit ein Weg: Der Überlebensmodus funktioniert hier nicht lange.


Die Profiteure sind kompetent für das Überleben, aber hier stellen sie sich als inkompetent für das Leben heraus – in ihrer übernommenen Position. (Wir treffen hier beispielsweise auf KlientenInnen, die versuchen ihr Liebesleben mit dem Verstand zu managen, oder auf Angststörungen, in den die Angst als Profiteur alle anderen Potentiale (z.B. Lebensfreude, Sexualiät…) unterdrückt.

So werden diese defizitär.

Ausrichtung und Auftrag


Innerhalb einer (großen) Seelenaufstellung wird deutlich, welche Ausrichtung ein Seelenteil hat. Vereinfacht: Wohin blickt er, was sieht er, was nicht? Mit welchem anderen Teil ist er verbunden? Welche meidet er? Und wie lautet sein Auftrag? In einem Überlebensmodus sind die Aufgaben der Seelenanteile untereinander verschoben oder unklar. So kann z.B. die Wut gegen andere Teile kämpfen (autoaggressiv), statt sich im Außen wehrhaft zu zeigen. Es ist eine der wichtigsten Elemente des Coachings Ausrichtung und Aufträge zu erkennen und den KlientenIn zu unterstützen diese im Sinne einer stimmigen „Funktionalität“ neu einzustellen.

Identität


Die Arbeit in den dynamischen Seelen-Aufstellungen berührt die aus dem Überleben angenommene Identität des Menschen. Sie aufzugeben ist nicht einfach, schließlich tangiert dies Überlebbarkeit und existenzielle Fundamente. Und dennoch vermitteln diese Prozesse Erlebbarkeiten von sich selbst (das bin ich auch!), die eine Erweiterung der bisherigen Annahme von Identität ermöglichen.

Dieser Prozess kann bis zu dem Wachstum in die Authentizität führen. Hier geht Identität (Aussensuche - Identisches) dann in Individualität (aus sich heraus) über.

Zielorientierung


Wenn durch seelische Aufstellungsarbeiten (und ihre Integration) letztlich eine neue Identität heranwächst, in der alle Teile ihren gleichberechtigten Platz einnehmen und daraus ihre Kompetenz leben können – dann findet der Mensch darin seine Mitte. Er gewinnt das Leben zurück und damit die Freude daran. Es gibt dann keine Profiteure mehr – und keine Defizitäre: Das Leben ordnet sich um die integere Mitte – die Seele – herum neu. Eine stimmige neue Architektur und Integrität entsteht.

Statik des Menschen

Die Architektur der Seele

Motiv für: Im Kontakt mit den SeelenanteilenSymbol für traumatische ErfahrungenSymbol für Profiteur VerstandSymbol für Defizitär SelbstvertrauenSymbol für AusrichtungSymbol für die Suche nach Identität